Pflegetipps, damit Sie lange Freude an Ihren Mandevillas haben

Terrassenbepflanzung mit diversen Mandevillas (Dipladenien)

Terrassenbepflanzung mit diversen Mandevillas (Dipladenien)

Zauberhafte Kombination von Diamantina Jade Rose mit Zauberschnee

Zauberhafte Kombination von Diamantina Jade Rose mit Zauberschnee

Mandevilla Diamantina Jade White an der volle Sonne

Mandevilla Diamantina Jade White an der vollen Sonne……

Mandevilla Diamantina Jade White im Halbschatten

…… und die gleiche Sorte im Halbschatten.

Spinnmilbenbefall auf der Blattrückseite von Mandevilla Dipladenia

Spinnmilbenbefall auf der Blattrückseite bei Mandevilla (Dipladenia)

Blattläuse (Aulacorthum solani) bei Mandevilla (Dipladenia)

Blattläuse (Aulacorthum solani) bei Mandevilla (Dipladenia)
© Frank Korting (Hortipedium)

 

 

Zitronen-Schmierlaus (Planococcus citri) bei Mandevilla (Dipladenia)

Zitronen-Schmierlaus (Planococcus citri) bei Mandevilla (Dipladenia)
© Frank Korting (Hortipedium)

 

Blattfleckenkrankheit (Stemphylium) an Mandevilla (Dipladenia)

Blattfleckenkrankheit (Stemphylium) an Mandevilla (Dipladenia)
© Frank Korting (Hortipedium)

Sortenwahl

Neben den untenstehenden Pflegetipps ist für einen optimalen Erfolg mit Mandevillas (Dipladenien) auch die richtige Sortenwahl entscheidend. Soll die Pflanze aufrecht oder hängend wachsen und wie gross soll sie im Sommer werden? Das Sortiment umfasst Sorten mit unterschiedlichen Wuchseigenschaften und Endgrössen von 30 cm bis über 3 Meter. Lassen Sie sich vor dem Kauf im Fachhandel beraten oder informieren Sie sich in unserer Sortengalerie über die verschiedenen Wuchseigenschaften der Mandevilla-Sorten.

Verwendung

Mandevillas können äusserst vielfältig verwendet werden. Am bekanntesten ist die Verwendung als Dauerblüher auf dem Balkon, der Terrasse oder dem Sitzplatz. Noch weniger bekannt ist, dass Dipladenien auch äusserst pflegeleichte Rabattenpflanzen sind. So können diese im Beet, auf Freiflächen und auf Grabstellen als Saisonflor verwendet werden. Bei der Verwendung im Beet ist jedoch zwingend eine aufrechtwachsende Sorte (Diamantina Jade-Serie, Mandevilla sanderi in Farben) zu verwenden. Starkwachsende, rankende Sorten wie Sundaville oder Diamantina Topaze würden zu lang werden und umfallen.

Kübel und Gefässe
kompakt, aufrecht wachsend: Diamantina Jade-Serie, Mandevilla sanderi in Farben halbhoch, aufrecht wachsend: Diamantina Tourmaline-Serie
rankend mit Kletterhilfe: Diamantina Topaze-Serie, Diamantina Opale-Serie, Sundaville Classic-Serie
stark rankend mit Kletterhilfe: Diamantina Agathe-Serie, Mandevilla Hybr. Rubiniana
Balkonkästen und Ampeln
aufrecht wachsend: Diamantina Jade-Serie, Dipladenia sanderi in Farben
hängend/halbhängend: Diamantina Topaze-Serie, Diamantina Opale Fuchsia Flammé, Diamantina Jade White, Sundavilla Classic-Serie
Rabatten, Beete und Grabflächen
aufrecht wachsend: Diamantina Jade-Serie, Diplandina sanderi in Farben

Kombinationsparter für Mandevillas

Als optimaler Partner in Bepflanzungen mit Mandevillas hat sich der Zauberschnee (Chamaesyce hypericifolia) herausgestellt. An allen Standorten wo Mandevillas sich wohl fühlen, gefällt es auch dem Zauberschnee. Das feine Laub und die filigranen Blüten ergeben einen zauberhaften Kontrast zum eher groben Aufbau der Mandevillas.
Speziell die Zauberschnee-Züchtung von Dümmen Orange (Europe) mit den Namen „Star Dust“ hat sich als hervorragender Partner für Mandevillas herausgestellt.

Standort

Die Mandevilla eignet sich ideal für einen vollsonnigen und auch heissen Standort. Je sonniger der Standort ist, umso üppiger fällt die Blüte aus. Halbschatten wird auch gut vertragen, dort sind jedoch die Internodien länger und die Knospen weniger zahlreich. Hier empfehlen wir kompakte, aufrecht wachsende Sorten wie die Diamantina Jade-Serie. Deren Wuchs ist im Halbschatten zwar etwas lockerer, aber vom Aufbau her immer noch harmonisch.

Bewässerung

Die Bewässerung muss grundsätzlich der Witterung angepasst werden. Bei intensiver Sonne und hohen Temperaturen ist der Wasserbedarf natürlich deutlich höher. Die Giessintervalle können sich an den Topfgrössen orientieren: 10–13 cm: zweimal pro Woche; 17 cm: einmal pro Woche; Grossgefässe: alle 10-14 Tage. Die effektive Wassermenge ist an die Topf- und Pflanzengrösse anzupassen. Äusserst wichtig ist, dass Staunässe vermieden wird, da sonst die Wurzeln faulen. Nach intensiven Niederschlägen sollten die Untersetzer oder Übertöpfe ausgeleert werden, um überschüssiges Wasser zu entfernen.

Düngung

Ein Flüssigdünger für Blühpflanzen, der regelmässig mit dem Giesswasser verabreicht wird, oder ein Langzeitdünger, der bei der Pflanzung unter die Erde gemischt wird, fördert das Wachstum und sorgt für eine endlose Blütenpracht bis zum ersten Frost.

Schädlinge

Grundsätzlich sind Mandevillas äusserst pflegeleichte und gesunde Pflanzen. Krankheiten und Schädlinge sind oft die Folge von einem falschen Standort oder mangelhafter Pflege der Pflanzen. Ab Frühsommer können Läuse auftreten. Diese können mit handelsüblichen Mitteln bekämpft werden. Läuse können auch erfolgreich mit biologischen Mitteln bekämpft werden (Abspritzen mit Wasserstrahl, Schmierseife, Brennnesseln, etc.). Selten sind ab Sommer neben Spinnmilben auch Schild- oder Wollläuse an Mandevillas zu finden. Diese treten meist nur auf, wenn die Pflanzen im Hochsommer regelmässig zu wenig gegossen werden. Eine Bekämpfung dieser Schädlinge ist meist nur mit entsprechenden Schädlingsbekämpfungsmitteln erfolgreich. 

Krankheiten

Pilzkrankheiten an Mandevillas sind fast ausnahmslos auf einen falschen Standort (zu schattig und zu kühl) oder durch zu viel Wasser in Kombination mit Staunässe zurückzuführen. Achten Sie daher unbedingt auf den richtigen Standort und vermeiden Sie zwingend Staunässe. Bei langer feuchter Witterung können Blattflecken auftreten. In diesem Fall sind die befallenen Blätter zu entfernen und das Blattwerk mit einem entsprechendem Fungizid zu behandeln. Tritt durch Staunässe Triebsterben auf, sind Bekämpfungsmassnahmen leider oft ohne Erfolg. Übrigens, wenn ab Sommer einige ältere Blätter gelb werden und abfallen, ist dies völlig normal.

Tipp: Bilder und Beschreibungen von weiteren Schädlingen und Krankheiten bei Mandevilla (Dipladenia) finden Sie bei Hortipedium.

Weitere Pflegetipps

Kletternde/rankende Sorten benötigen eine Rankhilfe (Spalier, Obelisk etc.). Auch strauchartig wachsende Sorten sollten im Verlauf des Sommers etwas gestützt werden (Staudenhalter einsetzen oder Triebe an Stützstab anbinden). Frühzeitiges Pinzieren der Triebe bei Büschen, Halbhängern und strauchartig wachsenden Sorten sorgt für eine bessere Verzweigung mit noch mehr Blüten.

Überwinterung

Mandevillas lassen sich grundsätzlich auch überwintern. Am besten werden Mandevillas bei 8 – 12°C an einem möglichst hellen Standort überwintert. Da Mandevillas immergrün sind, müssen diese auch im Winter sporadisch gegossen werden. Auch im Winter gilt: Staunässe ist zu vermeiden. Wohnräume eignen sich durch die hohen Temperaturen nur bedingt zur Überwinterung. Vor dem Auswintern im Frühling sollten die Mandevillas leicht zurückgeschnitten, ggfls. umgetopft und gedüngt werden. Der Rückschnitt ist wichtig, da die Pflanzen an den neuen Trieben blühen. Die Pflanzen können ab Mai wiederum ins Freie gestellt werden. Ein grosser Nachteil bei der Überwinterung ist, dass die Pflanzen durch das fehlende Licht erst ab Juni wiederum blühen.

NEU: Flyer mit den wichtigsten Pflegetipps rund um das Blütenwunder Mandevilla (Dipladenia).